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ecombasics Januar 16, 2020

Preisverhandlungen mit Paketdienst – So kannst du sparen

Ein wichtiger Teil im Onlinehandel ist natürlich der Punkt: Versandkosten!

Besonders bei Niedrig-Preisprodukten macht der Versandkostenanteil schnell an die 50% der Gesamtkosten aus und ist ein wesentlicher Teil der Kalkulation. Werden die Produkte auch auf Amazon verkauft, kann es sogar Sinn machen, Amazon als Fullfilment Dienstleister zu nutzen. Diesen Umstand versuchen wir aber so gut wie möglich zu vermeiden.

Natürlich nimmt man nicht den ersten besten Versanddienstleister sondern lässt sich von allen ein Angebot unterbreiten. In Österreich sind hier die gängigsten: Post, DHL, DPD und GLS.

Die Vorbereitung

Steht man mit dem Online-Business noch in den Startlöchern ist es wichtig sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, wie und wohin man seine Produkte schicken will. Als österreichischer Unternehmer will man natürlich seine Produkte in Österreich und Deutschland verkaufen und auch verschicken. Eventuell sogar noch in die Schweiz, aber dieses Land sollte extra angegangen werden. Was viele zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen werden ist: der Versand nach Deutschland wird den größten Umsatzanteil ausmachen.

Optimal wäre natürlich auch, wenn du bereits die Größe deiner Produkte weist und sogar schon die passenden Kartonagen dazu hast.

Du solltest dir auch überlegen ob du unbedingt alle Bestellung als Paket verschicken willst, oder ob es eventuell ein „Versand als Brief“ auch tut. Hierzu will ich dir gleich mitteilen, dass der Größte „Brief“ den du mit der Post nach Deutschland versenden kannst das maximal Format von: L+B+H max. 1400mm haben darf. Die längste Seite darf allerdings 500mm nicht überschreiten.

Sparen mit Versand als Brief

Diese 3 Kartonagen im Bild sind die Größen die ich am häufigsten für den Versand verwende. Der Versand kostet mich für meine Produkte mit diesen Kartons zwischen € 2,90 und € 3,90 EU-weit! – allerdings nicht trackbar. Das ist nur machbar bei Versand mit der Post als Brief.

Bereite dich auf dein erstes Treffen vor und überzeuge den Vertriebler mit guten und aussagekräftigen Zahlen. Wenn du noch keine richtigen Zahlen zur Verfügung hast, dann errechne dir ungefähr wie viel du Bestenfalls im Monat pro Land verkaufen kannst und nimm diesen Wert x2. Bei meinem ersten Treffen waren das 150 Lieferungen innerhalb Österreichs und ca. 300 Lieferungen nach Deutschland – Auf das Jahr hochgerechnet waren das in Summe 5.400 Pakete im Jahr. Mit diesen Zahlen habe ich schon mal annehmbare Preise erhalten.

Später, wenn du dann tatsächlich Zahlen vorweisen kannst, sieht die Verhandlungsbasis ganz anderes aus. Nach 3 Jahren konnte ich bereits Pakete bis 2kg innerhalb Österreichs für € 2,20 Netto und nach Deutschland Pakete bis 2kg für € 3,45 verschicken – Der günstigere Versand von Paketen als Brief war natürlich auch noch wichtig.

Nachverhandlungen

Die Kosten für die Paketpreise steigen bei allen Transport-Dienstleistern von Jahr zu Jahr, dennoch kannst du mit steigenden Versandzahlen die Preise von Jahr zu Jahr etwas drücken.

Bei Stückzahlen, wie in der Liste nebenbei, kämpfen die Dienstleister bereits um dich als Kunden gewinnen zu können. Ab diesen Zeitpunkt wird das verhandeln etwas leichter.

Solltest du die vereinbarten Paketzahlen nicht erreichen, ist das auch nicht weiter schlimm. Wenn die Anzahl zuviel abweicht bekommst du eventuell einen neuen Vertrag mit auf eine niedrigere Paketzahl ausgelegt.

Auf was unbedingt zu achten ist:

Manchmal sind die Paketpreise zu verlockend, doch du darfst nicht nur die Preise pro Paket sehen sondern oft hohlen sich die Paketdienste den reduzierten Paketpreis wieder über andere Gebühren rein wie z.b:

  • Treibstoffzuschlag
  • Inselzuschlag
  • Preis für Retourpakete
  • LKW Maut
  • Rechnungsstellung
  • Mindermengenzuschlag
  • usw.
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