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ecombasics Januar 15, 2020

Preise richtig kalkulieren – So verdienst du am Ende auch noch was

Ob ein Produkt erfolgreich ist oder nicht hängt nicht von den verkauften Stückzahlen ab, sondern von der Preiskalkulation. Nur zu oft stoße ich auf Produkte bei Amazon, die mit 100% Sicherheit keinen Gewinn abwerfen. Manchmal ist es bestimmt so gewollt, doch hauptsächlich einfach nur ein Kalkulationsfehler.

Hier in diesem Beitrag erkläre ich euch, auf was bei der Preiskalkulation zu achten ist und wie wichtig diese ist.

  1. Die Umsatzsteuer
    Dein Verkaufspreis (VK) wird immer Brutto, also inkl. der Mwst angegeben. Du solltest dir genau ansehen, wie viel MwSt. auf der jeweiligen Produktgruppe anzuwenden ist. In Österreich sind die Standard MwSt. Sätze 20% – 13% – 10% – Dieser Prozentsatz geht jeder Monat ( oder im Quartal ) ans Finanzamt.
  2. Der Einkaufspreis
    Solltest du Produkte einfach zukaufen und mit Aufschlag wieder verkaufen, weist du ja bereits deinen Einkaufspreis. Stellst du Produkte selbst her, werden mehrere Faktoren einberechnet (z.b. Behälter, Label, Stromkosten, Arbeitszeit, usw.)
  3. Verpackungskosten
    Wenn du dein Produkt selbst verschickst, solltest du wissen, in welchen Karton und wieviel dich dieser kostet. Bei Bedarf auch Füllmaterial einberechnen
  4. Gebühren Zahlungsdienstleister
    Dies wird oft vergessen, aber auch wenn ein Artikel in deinen Onlineshop bestellt wird fallen durch die Bezahlung Gebühren an. Z.B. Paypal Gebühren. (1,9% vom Umsatz + 0,35%/Bestellung)
  5. Verkaufsgebühren Marktplätze
    Wird dein Produkt durch amazon oder ebay gekauft, dann bekommen diese Marktplätze Verkaufsprovisionen. Diese sind nach Kategorie unterschiedlich. Im Normalfall liegen diese bei Amazon 15% und Ebay 9,6% vom Verkaufspreis ( Inkl. Versand )
  6. Versandkosten den Kunde bezahlt
    Du darfst auch nicht vergessen, dass du von den zusätzlichen Versandkosten ebenfalls Ust und Verkaufsprovisionen bezahlen musst. Verlangst du dem Kunden z.B. € 3,90 Versand dann wären hiervon 20% Ust (€0,65) zu bezahlen eventuell noch 15% Verkaufsgebühr (€ 0,51). Da bleiben noch € 2,74 übrig – kannst du für diesen Preis deine Bestellung verschicken?
Beispiel Kalkulation

In diesem Beispiel sehen wir, mit wie viel Gewinn zu rechnen ist, wenn uns das Produkt im EK € 1,5 Netto kostet und wir dieses für 7,99 verkaufen wollen bei € 3,90 Versandkosten.

Im Blauen Bereich – der Webshop:
Hier fallen zu den Verpackungskosten zusätzliche noch Paypalgebühren an.

Im Grünen Bereich – ebay:
Hier unterscheide ich zwischen Ebay und Ebay Plus Angeboten und zwei verschiedenen Steuerklassen. Die Steuern sind auf den deutschen Markt berechnet. Anstatt 13% sind in Deutschland nur 7% an Ust. abzugeben.

Im Orangen Bereich – amazon /selbst verschicken
Hier fallen keine Gebühren für Zahlungsdienstleister an und auch keine ebay Verkaufsgebühren. Dafür die erhöhte Verkaufsprovision von amazon.

Im Grauen Bereich – amazon / versand durch amazon
Wird der Artikel durch amazon verschickt, fallen Verkaufsgebühren und Versand durch amazon Gebühren an. Diese wurden hier zusammengefasst und sind manuell einzutragen.

Was sagt uns dieses Beispiel?

Genau – das Verkaufen und Versenden durch amazon kommt uns hier am günstigsten, bzw. der Gewinn ist am höchsten. Warum ist das so? Das ist ganz einfach.
Der Versand nach Deutschland für unser 150g Paket kostet uns als Brief mit der Post € 3,285. Amazon verrechnet uns für das Verschicken inkl. Gebühren und Verpackungsmaterial „nur“ € 3,90. Aus diesem Grund ist der Versand durch Amazon bei diesem Produkt sinnvoll.

Warum ist der VK Preis bei Versand durch amazon höher?

Das hat einen einfachen Grund. Die Versandkosten die der Kunde bezahlen würde, rechnen wir in den Preis mit rein. Es ist ja nicht so dass amazon für uns den Artikel umsonst verschickt. Aus diesem Grund sind unsere „Versand durch Amazon“ Preise ( werden als Prime deklariert ) immer Höher, als der sichtbare Preis, wenn wir selbst verschicken.

Die Kalkulation steht, jetzt geht es nur noch darum, das Produkt zu diesem Preis auch zu verkaufen. Wie du das am Besten machst, erklären wir dir in einem anderen Beitrag.

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